Photography : Winterwonderland Januar,2017

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Der erste Morgen Spaziergang in 2017 und ich fühle mich, als spaziere ich gerade in einer ganz anderen Welt. Als ich die Tür hinter mir zu zog, spürte ich wie der Schneefall stärker wurde. Ich war natürlich nicht davon begeistert, und befürchtete völlig durchnässt Zuhause an zu kommen, jedoch legte sich der Schneesturm schnell und vereinzelt kamen nur noch ein paar Flöckchen vom Himmel. Mit gesenktem Kopf bog ich gleich in die nächste Straße in Richtung der Felder ab und wich glatt dem ersten Bürger auf einem großen, tosendem Schneeschieber aus. Draußen war sonst keine Menschenseele zu sehen, aus den Dächern der Häuser stieß dichter Qualm aus den Schornsteinen und weihnachtliche Dekorationen leuchteten an den Fenstern. Der Schnee war mittlerweile so fest und dick unter meinen Schuhen, dass jeder Tritt knirschte. Da ich noch nicht sehr oft hier war, genauer genommen erst einmal, hielt ich Ausschau an einer Kreuzung nach Apfelbäumen. Ich konnte mich dunkel erinnern, dass mein Liebster und ich uns damals oft links hielten, jedoch lief ich recht ahnungslos und fasziniert von der weißen Welt in irgendeine Richtung und stellte dann doch erleichtert fest, die Apfelbäume widerzuerkennen. Oben angekommen, hörte ich hinter mir eine Frau rufen, ich dachte sie würde mich meinen, weil sie vielleicht dachte, ich hätte irgendetwas unrechtes vor, während ich mit der Kamera versuchte die schneeweißen Szenarien einzufangen. Jedoch rief sie nur ihren beiden Hunden zu, da sie merkte, dass deren Interesse an mir sehr stark war. Als die 3 bei mir ankamen, versuchte der kleinere, ich vermutete etwas Terrier-Artiges mich anzuhüpfen um mich aufzufordern mit ihm durch den Schnee zu springen. Die Frau rief ihn noch zurück, bevor seine Vorderläufe abheben konnten zur rechten Zeit zurück und wünschte mir im Vorbei Gehen ein Frohes Neues Jahr. Sie realisierte anhand meiner akzentfreien Antwort, dass ich nicht von hier sei und erzählte mir im Anschluss von einem Sendemast, ganz in der Nähe, der einen hervorragenden Blick auf das Tal liefern würde. Ich war nach meiner Runde allerdings so platt, dass ich mich nicht noch zum Sendemast aufraffen konnte. Mir war auch nicht so kalt, wie erhofft, sondern war einfach nur erschöpft und glücklich von den Eindrücken in dieser schneeweißen Welt. So friedlich sah sie aus: Der Schnee fiel vereinzelt vom Himmel, während sich die Dohlen auf den Apfelbäumen kaputt lachten oder sich zumindest auch so über das Schnee Treiben freuten wie ich, meinte ich zumindest. Die Tannen sahen erschöpft aus, die Äste tief hängend – denn der Schnee hatte es sich bequem gemacht. Irgendwie sah es nicht nur so melancholisch aus, sondern eher wie neu. Die Luft war so klar, ich freute mich über jeden Atemzug, über jeden Schritt den ich machte..

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Über Jule

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